Landrat bringt Experten an einen Tisch

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    s.schwarz@landkreis-birkenfeld.de

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    2021-11-25 11:55:19

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    • Am 23.11.21 traf sich auf Initiative von Landrat Dr. Schneider eine Expertenkommission von Klinik- und niedergelassenen Ärzten, Politik, Rotes Kreuz,  Gesundheitsamt und Lagezentrum im Klinikum Idar-Oberstein. Bei diesem Gespräch wurde die aktuelle Corona-Lage, sowie der Verlauf bis zum Frühjahr 2022 erörtert. Ebenfalls zur Diskussion standen Möglichkeiten zur Erhöhung der Impfkapazitäten.

      Am 23.11.21 traf sich auf Initiative von Landrat Dr. Schneider eine Expertenkommission von Klinik- und niedergelassenen Ärzten, Politik, Rotes Kreuz,  Gesundheitsamt und Lagezentrum im Klinikum Idar-Oberstein. Bei diesem Gespräch wurde die aktuelle Corona-Lage, sowie der Verlauf bis zum Frühjahr 2022 erörtert. Ebenfalls zur Diskussion standen Möglichkeiten zur Erhöhung der Impfkapazitäten.

    •  Wie Dr. Thierbach erläuterte, ist in der 4. Pandemiewelle statistisch mit einer Intensivbettenauslastung von 25 Covid-Patienten im Nationalparklandkreis zu rechnen. Dies übersteigt, bei einer angenommenen Liegezeit von 14-21 Tagen, die Aufnahmekapazitäten in Birkenfeld und Idar-Oberstein. Zudem ist wahrscheinlich, dass Intensivpatienten aus Corona-Hochinzidenzgebieten in unsere Krankenhäuser übernommen werden müssen.

      Wegen des höheren Ansteckungsrisikos durch die seit dem Frühjahr grassierende D-Variante liegt die Hoffnung nun auf einer Beschleunigung der Impfrate, obgleich derzeit immer noch viel zu viele Bürger eine Impfung verweigern. Die Ärzte machten auch deutlich, dass die Abneigung gegenüber einer Impfung mit dem Vakzin von Moderna unbegründet ist, da dieser Impfstoff aufgrund seiner Leistungsfähigkeit ohne weiteres mit dem weitaus populäreren Vakzin Comirnaty der Firma BioNTech vergleichbar ist. Leistungsfähiger Impfstoff steht damit in Deutschland ausreichend zur Verfügung. Zu beachten ist jedoch, dass die Empfehlung der StiKo für den Moderna-Impfstoff nicht für Personen unter 30 Jahren gilt. Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes berichtete, dass für den Impftermin am 28.11. in der Turnhalle des Göttenbach-Gymnasiums 420 Dosen des BioNTech-Impfstoffes zur Verfügung stehen.

      Um die eingetretene Lage zu entspannen, müsste bis Jahresende eine Anzahl von 20.000 Personen im Nationalparklandkreis geimpft oder geboostert werden. Entgegen bisheriger Planungen von Bund und Land lässt sich diese Mammutaufgabe nicht alleine durch die niedergelassenen Ärzte schultern, da aufgrund der sich laufend aktualisierenden wissenschaftlichen Erkenntnisse nun eine Auffrischimpfung bereits nach fünf Monaten empfohlen wird und nicht erst wie bislang vertreten nach 6 Monaten. Aufgrund noch anderer sich derzeit entwickelnder Faktoren ist auch mit den herkömmlichen Impfzentren, so die Einschätzung der Ärzte, keine Abhilfe zu schaffen, da die Taktzahl der Impfungen signifikant erhöht werden muss. Inwieweit Impf-Drive-In in Birkenfeld und Idar-Oberstein, eventuell auch in Baumholder, hierzu Abhilfe schaffen können, wird derzeit geprüft. Inzwischen hat auch die Landesregierung weitreichende Zusagen zur Kostenübernahme von Impfstellen gemacht. Damit kann das Impfangebot in Rheinland-Pfalz über die bisherige Vorgehensweise mit 9 reaktivierten Impfzentren und einer vermehrten Anzahl Impfbusse ausgeweitet werden.

      Im Dezember werden vermehrt Impfbusse eingesetzt. Diese Impfbusse mit Standorten vor allem in Birkenfeld und Idar-Oberstein sollen an 11 Terminen vor Ort sein. Hinzukommen zwei Impftermine durch den DRK-Kreisverband im Göttenbach-Gymnasium. In vielen Arztpraxen sind diese Termine bereits ausgelegt und auch auf der Homepage der Kreisverwaltung einsehbar.

       

       Wie Dr. Thierbach erläuterte, ist in der 4. Pandemiewelle statistisch mit einer Intensivbettenauslastung von 25 Covid-Patienten im Nationalparklandkreis zu rechnen. Dies übersteigt, bei einer angenommenen Liegezeit von 14-21 Tagen, die Aufnahmekapazitäten in Birkenfeld und Idar-Oberstein. Zudem ist wahrscheinlich, dass Intensivpatienten aus Corona-Hochinzidenzgebieten in unsere Krankenhäuser übernommen werden müssen.

      Wegen des höheren Ansteckungsrisikos durch die seit dem Frühjahr grassierende D-Variante liegt die Hoffnung nun auf einer Beschleunigung der Impfrate, obgleich derzeit immer noch viel zu viele Bürger eine Impfung verweigern. Die Ärzte machten auch deutlich, dass die Abneigung gegenüber einer Impfung mit dem Vakzin von Moderna unbegründet ist, da dieser Impfstoff aufgrund seiner Leistungsfähigkeit ohne weiteres mit dem weitaus populäreren Vakzin Comirnaty der Firma BioNTech vergleichbar ist. Leistungsfähiger Impfstoff steht damit in Deutschland ausreichend zur Verfügung. Zu beachten ist jedoch, dass die Empfehlung der StiKo für den Moderna-Impfstoff nicht für Personen unter 30 Jahren gilt. Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes berichtete, dass für den Impftermin am 28.11. in der Turnhalle des Göttenbach-Gymnasiums 420 Dosen des BioNTech-Impfstoffes zur Verfügung stehen.

      Um die eingetretene Lage zu entspannen, müsste bis Jahresende eine Anzahl von 20.000 Personen im Nationalparklandkreis geimpft oder geboostert werden. Entgegen bisheriger Planungen von Bund und Land lässt sich diese Mammutaufgabe nicht alleine durch die niedergelassenen Ärzte schultern, da aufgrund der sich laufend aktualisierenden wissenschaftlichen Erkenntnisse nun eine Auffrischimpfung bereits nach fünf Monaten empfohlen wird und nicht erst wie bislang vertreten nach 6 Monaten. Aufgrund noch anderer sich derzeit entwickelnder Faktoren ist auch mit den herkömmlichen Impfzentren, so die Einschätzung der Ärzte, keine Abhilfe zu schaffen, da die Taktzahl der Impfungen signifikant erhöht werden muss. Inwieweit Impf-Drive-In in Birkenfeld und Idar-Oberstein, eventuell auch in Baumholder, hierzu Abhilfe schaffen können, wird derzeit geprüft. Inzwischen hat auch die Landesregierung weitreichende Zusagen zur Kostenübernahme von Impfstellen gemacht. Damit kann das Impfangebot in Rheinland-Pfalz über die bisherige Vorgehensweise mit 9 reaktivierten Impfzentren und einer vermehrten Anzahl Impfbusse ausgeweitet werden.

      Im Dezember werden vermehrt Impfbusse eingesetzt. Diese Impfbusse mit Standorten vor allem in Birkenfeld und Idar-Oberstein sollen an 11 Terminen vor Ort sein. Hinzukommen zwei Impftermine durch den DRK-Kreisverband im Göttenbach-Gymnasium. In vielen Arztpraxen sind diese Termine bereits ausgelegt und auch auf der Homepage der Kreisverwaltung einsehbar.